Page 30 - AOK Pflegewegweiser Regensburg
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gen (einschl. Ausprägung) und den Umfang der Pflegetätigkeit zu notieren.
Krankenversicherung bleibt bestehen
Durch die nicht erwerbsmäßige Pflegetätigkeit wird kein Krankenversicherungsschutz begrün- det. Eine bestehende Krankenversicherung (eigene oder Familienversicherung) wird, un- abhängig von der Höhe des Pflegegeldes, das die Pflegeperson vom Pflegebedürftigen aus dessen Pflegeversicherung erhält, davon nicht berührt. Das Pflegegeld gilt nicht als Einkom- men im Sinne des Sozialversicherungs- und Steuerrechts.
Rentenversicherung – Rentenkonto steigt!
Pflegepersonen sind grundsätzlich rentenver- sicherungspflichtig, wenn sie daneben nicht mehr als 30 Stunden wöchentlich erwerbs- tätig sind. Ein zusätzlicher Antrag ist nicht erforderlich, unsere Pflegekasse prüft die Vo- raussetzungen aufgrund eines besonderen Fragebogens.
Die Höhe der beitragspflichtigen Einnahmen ist nach den Pflegegraden 2 bis 5 gestaffelt. Maßgebend ist außerdem Art bzw. Umfang der Leistungen (Bezug von Pflegegeld oder ausschließlich Pflegesachleistung bzw. eine Kombination dieser Leistungen). Je größer der Pflegeaufwand ist, desto höher sind also das zugrunde gelegte Arbeitsentgelt und damit die spätere Rente. Grundlage für die Berech- nung der Beiträge ist die „Bezugsgröße“ (Durchschnittsentgelt der gesetzlichen Renten- versicherung), die jährlich zum 1. Januar neu festgesetzt wird. Die Zahlung und Überweisung der Beiträge übernimmt die Pflegekasse, der Pflegeperson werden die gemeldeten Daten schriftlich mitgeteilt.
Bei Veränderungen des Pflegeaufwandes, Zubilligung einer Vollrente wegen Alters, Un- terbrechung der Pflegetätigkeit, Auslandsauf-
enthalt oder Aufnahme einer Berufstätigkeit informieren Sie bitte umgehend unsere Pflege- kasse. Damit können Sie nachträgliche Korrek- turen vermeiden.
Arbeitsförderung gesichert
„Pflegepersonen“ sind nach dem Recht der Arbeitsförderung (Arbeitslosenversicherung) versichert, wenn sie vor Beginn der Pflege- tätigkeit versicherungspflichtig waren oder Anspruch auf eine laufende Entgeltersatz- leistung hatten. Die Beiträge trägt die Pflege- kasse. Die Pflegepersonen haben Anspruch auf Arbeitslosengeld und Leistungen der aktiven Arbeitsförderung, wenn ein nahtloser Einstieg in eine Beschäftigung nach dem Ende der Pflegetätigkeit nicht gelingt.
Gesetzlich unfallversichert
„Pflegepersonen“ sind im Rahmen ihrer Pflegetätigkeit auch unfallversichert. Sie er- halten nach einem Unfall oder bei einer Be- rufskrankheit die im Sozialgesetzbuch VII vorgesehenen Leistungen (umfassende Heilbehandlung, berufliche und soziale Reha- bilitation, Geldleistungen usw.). Die Beiträge trägt die Gemeinde, in deren Bereich der Ort der Pflegetätigkeit (Pflegehaushalt) liegt.
Ruhen?
Die Leistungen zur sozialen Sicherung ruhen nicht für die Dauer der häuslichen Kranken- pflege, bei vorübergehendem Auslandsaufent- halt (EU, EWR und Schweiz siehe „Aufenthalt im Ausland?“) bzw. Erholungsurlaub der Pfle- geperson bis zu sechs Wochen im Kalender- jahr sowie in den ersten vier Wochen einer vollstationären Krankenhausbehandlung/Me- dizinischen Rehabilitation. Bitte lassen Sie sich individuell beraten.
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