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                                    11Schon gewusst?Die Wissenschaft bringt immer wieder interessante und überraschende Erkenntnisse hervor. Zum Beispiel diese…Häufige Handynutzung reduziert die SpermienanzahlEin Forschungsteam der Universität Genf und des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Institut hat untersucht, ob sich die Nutzung des Smartphones bei Männern auf die Spermienqualität auswirkt. In ihrem Artikel im Fachmagazin „Fertility and Sterility“ erklären die Forschenden, dass dazu Spermien von 2.886 Männern im Alter von 18 bis 22 Jahren untersucht wurden. Die Probanden beantworteten zudem Fragen zu ihrer Gesundheit und zur Häufigkeit der Handynutzung und schilderten, wo sich ihr Handy in der Zeit befindet, wenn sie es nicht nutzen. Die analysierten Proben zeigten, dass sich im Ejakulat von Männern, die ihr Handy öfter als 20-mal am Tag verwenden, etwa 20 Prozent weniger Spermien befinden als bei Männern, die ihr Smartphone maximal fünfmal am Tag nutzen. Dadurch wird die Fruchtbarkeit deutlich reduziert. Die Studie kommt aber auch zum Ergebnis, dass die negativen Effekte einer intensiven Handynutzung abnehmen. Verantwortlich dafür, so das Forschungsteam, sei der technologische Fortschritt beim Mobilfunkstandard, vor allem der Übergang von 2G zu 3G und später zu 4G.Rotes Fleisch womöglich doch nicht so ungesundRotes Fleisch stand lange im Verdacht, Entzündungen zu fördern und wurde daher als eher ungesund eingestuft. Forschende des Baylor College of Medicine im US-amerikanischen Houston haben diese Frage nun erneut untersucht. Ihre neue Studie legt nahe, dass nicht das Fleisch, sondern Übergewicht der Auslöser von Entzündungen ist. Laut ihrer Publikation im Fachmagazin „The American Journal of Clinical Nutrition“ haben die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dazu Daten von etwa 4.000 Erwachsenen analysiert. Dabei zeigte sich, dass – nach Anpassung an den Body-Mass-Index (BMI) der Studienteilnehmenden – der Konsum von rotem Fleisch die körpereigenen Marker für Entzündungen nicht direkt beeinflusst. Das deutet darauf hin, dass nicht rotes Fleisch, sondern ein zu hohes Körpergewicht der Grund für erhöhte systemische Entzündungen ist. Um wirklich bewerten zu können, ob rotes Fleisch Entzündungen beeinflusst, seien aber weitere Studien notwendig, so die Forschenden.Mehr Arten vom Aussterben bedroht als angenommenDie Artenvielfalt auf der Erde nimmt bereits seit Jahren dramatisch ab. Eine neue Analyse des Nationalmuseums für Naturgeschichte Luxemburg von rund 15.000 Pflanzen- und Tierarten in Europa zeigt nun, dass das Ausmaß noch größer ist als angenommen: Etwa ein Fünftel – nämlich 2.839 der untersuchten Tier- und Pflanzenarten in Europa – ist vom Aussterben bedroht. Hochgerechnet auf den gesamten Planeten würde das doppelt so vielen Arten entsprechen wie bisher angenommen. Die größte Bedrohung für die Tiere und Pflanzen ist der Analyse zufolge die intensive Landwirtschaft, durch die Lebensräume verloren gehen und die Umwelt belastet wird. Der dramatische Artenschwund hat auch schwerwiegende Folgen für uns Menschen, warnen die Forschenden. Denn die biologische Vielfalt sei entscheidend für die Ernährungssicherheit und das Wohlergehen der Menschen in Europa.
                                
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